Fuji X

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Das Fujinon XF 35mm 1:1.4 Objektiv
The Fujinon XF 35mm 1:1.4 Lens
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Das Fuji System macht mir so viel Freude, dass ich mir auch noch die beiden Festbrennweiten 35mm und 14mm zugelegt habe. Nachfolgend meine Eindrücke aus der Praxis und Ergebnisse vom Auflösungschart. Auch diesmal habe ich wieder einen Vergleich mit Canon-Kameras gemacht. Neben der EOS 5D Mark III wurde auch eine EOS 600D herangezogen, die einen vergleichbaren Sensor (APS-C mit 18 MPixel) wie die Fuji X-E1 (APS-C mit 16 MPixel) hat.

Erstmals kam ein neues, viel größeres Testchart zum Einsatz, um einen günstigeren Abbildungsmaßstab gerade bei den Weitwinkelobjektiven zu erreichen. Beim APS-C Sensor beträgt der Maßstab nun etwa 1:30 und beim Vollformat-Sensor etwa 1:20.
Es zeigte sich, dass besonders die Vollformat-Objektive vom kleineren Abbildungsmaßstab profitieren und teilweise höhere Auflösungen und geringere chromatische Aberrationen aufweisen als in den früheren Tests. Deshalb wurden neue Testaufnahmen von allen Objektiven unter gleichen Bedingungen angefertigt.
Wie immer waren die Kameras sorgfältig auf einem stabilen Stativ ausgerichtet und wurden mit Selbstauslöser ausgelöst, um Vibrationen zu vermeiden (die EOS 5D Mark III zusätzlich mit Spiegelvorauslösung).

Alle Aufnahmen sind im RAW-Format entstanden und sind mit Capture One 7.0.2 entwickelt. Rauschunterdrückung, Nachschärfung und sämtliche Objektivkorrekturen waren abgeschaltet. Zwischen 80 und 160 Bildregionen (ROI) wurden bei jedem Einzelbild ausgewertet und gemittelt. Die Analysen wurden mit Hilfe der QuickMTF Software ausgeführt.
Die Softwarestände von Kameras und Objektiven waren aktuell zum Stand Februar 2013, d.h. bei der Fuji X-E1 1.04 (Body), beim XF 14mm 1.0 und beim XF 35mm 2.02.

[Update zur Klarstellung der Testbedingungen: Mein Ansatz besteht darin, das gesamte Aufnahmesystem (Objektiv, Filter, Sensor, Signalelektronik, …) aus einem praktischen, fotografischen Standpunkt zu vergleichen.
Die einfache Frage lautet: Wenn dieselbe Szene (mit gleichem Bildwinkel und gleicher Schärfentiefe) von unterschiedlichen Kameras und Objektiven aufgenommen wird, wie unterscheidet sich dann das Ergebnis im Hinblick auf die Bildauflösung? Die (einzige) dafür geeignete Vergleichsgröße ist LPH (Linien pro Bildhöhe).

Natürlich muss man bei einem Vergleich noch weitere Faktoren beachten, z.B. Verzerrung, Randabschattung, Farbreproduktion, Objektivfehler usw. Aber viele dieser Probleme lassen sich recht einfach ganz oder zumindest teilweise in der RAW-Software entfernen. Daher interessieren mich diese Themen nicht besonders, außer, ein Kamerasystem zeigt deutliche Ausreißer. Das war hier aber nicht der Fall.]

I like the Fuji system so much that I have also acquired the two fixed focal lenses XF 35 mm and XF 14 mm. Below are my practical impressions and resolution chart measurements of both lenses. Again, I made a comparison with Canon cameras. In addition to the EOS 5D Mark III also the EOS 600D has been used, which has a similar sensor (18 Megapixel APS-C) as the Fuji X-E1 (16 Megapixel APS-C).

For the first time, a much larger test chart was used to achieve a better image scale especially for testing the wide-angle lenses. With APS-C sensor, the scale now about 1:30 and with the full-frame sensor it is about 1:20.
I found that especially the full-frame lenses benefit from the smaller magnification and show partially higher resolutions and less chromatic aberrations as in my earlier tests. Therefore, new test shots of all lenses were made under the same conditions.
As always the cameras were carefully aligned on a tripod and triggered by self-timer to avoid vibration (the EOS 5D Mark III with an additional mirror prerelease).

All images were shot in RAW format and developed with Capture One 7.0.2. Noise reduction, sharpening and lens corrections were all turned off. Between 80 and 160 regions of interest (ROIs) were evaluated and averaged in each individual image. This analysis has been performed by help of the QuickMTF software.
The software versions of cameras and lenses were up to date as of February 2013, i.e. 1.04 (Body of X-E1), 1.0 (XF 14 mm lens) and 2.02 (XF 35 mm lens).

[Update for clarification: My approach is to compare the complete camera system (lens, filters, sensor, signal electronics, …) from a practical, photographer's point of view.
The simple question is: When shooting the same scene (same angle of view, same depth of field) with different cameras and lenses, how do the images compare in terms of resolution? The (only) metric for such a comparison is LPH (lines per picture height).

Naturally, there are more factors to consider in such a comparison, like distortion, vignetting, color reproduction, lens errors etc. But many of these issues can easily be removed entirely or at least to a large degree in RAW software. Therefore, I am not particularly interested unless one camera systems shows obvious failures. But that was not the case here.]
RAW-Aufnahme mit dem XF 35 mm, f/8 (entspr. f/11 KB), 1/500s, ISO 1000, Dynamik Range DR100.
RAW-shot with the 35 mm lens, f/8 (equiv. to f/11 full frame), 1/500s, ISO 1000, Dynamik Range DR100.
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Hier nun die Messergebnisse der Auflösungscharts, alle bei (umgerechnet) 50 mm Kleinbild-Brennweite:

Here are the test results of my resolution chart shots - all at 50 mm focal length (full frame equivalent):
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Grün = Bildmitte; Lila = erweiterte Bildmitte; Orange = Bildrand

Fujis X-E1 mit dem XF 35 mm f/1.4 Objektiv zeigt über den gesamten Blendenbereich eine gute bis sehr gute Auflösung. Schon die Offenblende ist brauchbar, bei Abblendung auf f/2.8 werden auch die Ränder scharf. Im Vergleich zum XF 18-55 mm Zoom bietet das XF 35 mm aber nur eine minimal höhere Auflösung.

Die manuelle Fokussierung des XF 35 mm ist ziemlich mühsam, weil der Fokusring je nach Drehgeschwindigkeit unterschiedlich feinfühlig reagiert. Dreht man sehr langsam, dann dauert es viele Umdrehungen von unendlich bis zur Nahgrenze. Dreht man schnell, dann schafft man das Gleiche in einer halben Umdrehung. Dieses Verhalten ist wenig intuitiv und so kann man die manuelle Fokussierung bei diesem Objektiv nur mit viel Zeit und Geduld einsetzen. Der Autofokus des XF 35 mm ist etwas laut und wesentlich langsamer als beim XF 18-55 mm Zoom Objektiv, aber mit der neuesten Firmware immerhin treffsicher.

Die haptische Qualität des XF 35 mm ist sehr gut. Einige Teile sind aus Metall, andere aus hochwertig wirkendem Kunststoff gefertigt. Besonders die metallene Gegenlichtblende ist klasse und ein echter optischer Hingucker.

Der Vergleich der Fuji X-E1 mit dem XF 35 mm und dem XF 18-55 mm gegen die beiden Canon-Kameras fällt eher ernüchternd aus.

An die Auflösung der Vollformat EOS 5D Mark III kommen beide Fuji Objektive nicht heran, was zu erwarten war. Hier ist wieder zu beachten, dass nicht nur die Brennweite sondern auch die Blende im Vergleich von APS-C zum Vollformat-Sensor mit dem Faktor 1,5 umgerechnet werden muss. Eine Blende von f/1,4 an der Fuji entspricht also f/2,0 an der EOS 5D Mark III usw.

Überrascht hat mich das gute Abschneiden der EOS 600D mit dem eher einfach gestrickten Kit-Zoom (Canon EF-S 18-55 IS II). Im Blendenbereich ab f/5,6 ist diese Kombination zumindest in Bezug auf die Auflösung der Fuji X-E1 mit XF 35 mm Festbrennweite ebenbürtig. In der Tendenz sieht man in den Charts sogar den geringen Pixelvorteil der Canon (18 MPixel versus 16 MPixel).

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass man mit dem neuen XF 18-55mm allemal besser bedient ist als mit dem XF 35/1,4, vorausgesetzt, dass man auf die hohe Anfangsöffnung verzichten kann. Zumal das Zoomobjektiv zusätzlich einen wirksamen Bildstabilisator bietet.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch Photozone.de, wo die beiden Objektive (
XF 35 und XF 18-55) noch aufwändiger getestet wurden als hier.
Green = Center; Lila = Extended Center; Orange = Borders

Fuji's X-E1 camera with the XF 35 mm f/1.4 lens shows good to very good resolution over the entire aperture range. It is useful even when fully opened. Stopping down to f/2.8 brings the edges into full sharpness. Compared to the XF 18-55 mm zoom, however, the XF 35 mm only offers a slightly increased resolution.

The manual focusing of the XF 35 mm is quite tedious because the focus ring reacts differently depending on the rotational speed. If one turns the ring very slowly, it takes many turns from infinity to close-up. Turning the ring quickly means it will cover the same focal range in half a turn. This behavior is not intuitive and so manual focusing with this lens takes a lot of time and patience. The autofocus of the XF 35 mm is a bit noisy and much slower compared to the XF 18-55 mm zoom lens, but with the latest firmware it is finally accurate.

The tactile quality of the XF 35 mm is very good. Some parts are metal, others from high-quality plastics. Especially the metal lens hood is great and a real eye-catcher.

A comparison of the Fuji X-E1 with the XF 35 mm and the XF 18-55 mm against the two Canon cameras is rather sobering.

The resolution of the full-frame EOS 5D Mark III can not be matched by the Fuji with neither lens, which was to be expected. Again it should be noted, that not only the focal length but also the aperture (depth of field) has to be converted with a factor of 1.5 from APS-C to full frame format. An aperture of f/1.4 at the Fuji corresponds to f/2.0 at the EOS 5D Mark III, etc.
 
I was surprised by the good performance of the EOS 600D with its rather simple kit zoom lens (Canon EF-S 18-55 IS II). In the aperture range from f/5.6 onward, this combination gives at least as good resolution as the Fuji X-E1 with XF 35 mm fixed focal length optics. You can even see the minimal pixel count advantage of the Canon (18 MPixel versus 16 MPixel) in the resolution charts.

To sum it up, one is better off with the new XF 18-55 mm than with the XF 35/1.4, provided you can do without the larger apertures. In particular since the zoom lens also offers an effective image stabilizer.
A similar result was also obtained by Photozone.de, where the two lenses (
XF 35 and XF 18-55) were tested in much greater detail than here.
RAW-Aufnahme mit dem XF 35 mm, f/1,4 (entspr. f/2 KB), 1/50s, ISO 800, Dynamik Range DR100.
RAW-shot with the 35 mm lens, f/1.4 (equiv. to f/2 full frame), 1/50s, ISO 800, Dynamik Range DR100.
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Schauen wird abschließend noch auf die chromatischen Aberrationen:

Finally, let's have a look at chromatic aberrations:
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Grün = Bildmitte; Lila = erweiterte Bildmitte; Orange = Bildrand

Bei den chromatischen Aberrationen fällt Canons preiswertes KIT Objektiv (18-55) vor allem in den Randbereichen erwartungsgemäß ab. Auch die beiden Vollformat-Objektive (24-105 und 50 mm) haben so ihre Problemchen. Letztlich kritisch sind aber nur Werte über rund einem Pixel und die werden kaum überschritten.

Es fällt auf, dass die Fuji Festbrennweite XF 35 mm etwas schlechtere Werte abliefert als das Zoom XF 18-55. Man kann daher vermuten, dass Fuji bereits in der Kamera elektronische Korrekturen vornimmt, die sich auch auf die RAW Datei auswirken.
Andererseits machen sich Software-Korrekturen der chromatischen Aberration oft in einer reduzierten Randauflösung bemerkbar und davon ist hier im Vergleich der beiden Objektive nichts zu bemerken.
Green = Center; Lila = Extended Center; Orange = Borders

Canon's cheap kit lens (18-55) declines in chromatic aberrations as expected, especially in the border areas. The two full-frame lenses (24-105 and 50 mm) also have as their quirks. Ultimately, however, critical values ​​of around one pixel and more are rarely exceeded.

It is striking to see the Fuji prime lens XF 35 mm deliver somewhat worse results ​​than the XF zoom 18-55. One can assume that Fuji performs electronic corrections in camera, which also have an effect on RAW data.
On the other hand, software corrections of chromatic aberration are often noticeable by a reduced corner resolution, and this can not be found here in the comparison of the two lenses.
Das Fujinon XF 14mm 1:2.8 Objektiv
The Fujinon XF 14mm 1:2.8 Lens
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Fuji ruft beim XF 14mm mit 900€ (Straßenpreis) einen strammen Kurs auf, insbesondere für eine APS-C Festbrennweite. So darf man allerhöchste Erwartungen haben, die - soviel sei vorweg genommen - tatsächlich erfüllt werden.

Die Mechanik des Objektivs ist exzellent. Der Materialmix aus hochwertigem Kunststoff und Metall macht einen sehr guten Eindruck. Die beiden Einstellringe für Blende und Schärfe laufen sanft und spielfrei. Die Auswahl der Blende erfolgt noch einen Tick präziser als beim mechanisch wie optisch ebenfalls sehr guten XF 35 mm. Der Autofokus wird bei dieser Brennweite (immerhin 21mm umgerechnet auf KB) zwar wenig gefordert, funktioniert aber schnell und einwandfrei.

Eine im Objektiv-Markt wohl einmalige Besonderheit dieser Autofokus-Linse ist die Möglichkeit zur Umschaltung auf eine mechanisch gekoppelte manuelle Fokussierung. Nach dem Ziehen des Fokusringes hin zum Kameragehäuse kann man die Schärfe unmittelbar, d.h. ohne ferngesteuerten Servomotor, einstellen. Dazu fährt der Fokus-Motor die Optik zunächst auf die mechanisch eingestellte Entfernung, bevor anschließend automatisch eingekuppelt wird. Eine Drehung des kleinen M-C-S Drehschalters ist nicht erforderlich.

Die manuelle Scharfstellung von unendlich bis zur Nahgrenze erfolgt in rund einer Viertelumdrehung, was die händische Fokussierung zur reinen Freude werden lässt. Zusätzlich ist eine Schärfentiefe-Skala zur hyperfokalen Fokussierung auf das Objektiv gedruckt. Sie basiert auf einer viel praxisgerechteren Berechnung der Unschärfe als die Skala im elektronischen Sucher.
Letztlich ist das XF 14 mm damit das erste und bisher einzige Objektiv der XF-Serie, mit dem man einen hervorragenden manuellen Fokus als echte Alternative zum Autofokus hat. Ich hoffe sehr, dass Fuji in Zukunft noch mehr Optiken mit dieser Konstruktion auf den Markt bringt.

Fuji calls up a high price for the XF 14mm (€ 900 street), especially for an APS-C prime lens. But my high expectations were actually met.

The mechanics of the lens are nothing but excellent. The mix of high-quality plastic and metal makes a very good impression. The two setting rings for aperture and focus run smoothly and without play. The aperture ring operates even a bit more accurate than the mechanically and visually also very good XF 35 mm. The autofocus has little to do at this focal length (21mm equivalent to full frame) and it works quickly and flawlessly.

A most unique feature of this auto-focus lens is the ability to switch to a mechanically coupled manual focus. After pulling the focus ring towards the camera body the focus can be set directly, i.e. without a remote controlled servo motor. To achieve the coupling the focus motor firstly drives the optics to the mechanically preset focal length. After that, the coupling is automatically engaged. No operation of the small M-C-S rotary switch is required.

A full manual focus swing from infinity to close-up is performed in about a quarter of a turn, which makes manual focusing nothing but pure pleasure. In addition, a depth of field scale for hyperfocal focusing is printed on the lens. It is based on a more practical calculation of unsharpness compared to the electronic scale in the viewfinder.
Ultimately, the XF 14 mm is the first and only XF series lens, which constitutes an excellent manual focus that is a real alternative to autofocus. I very much hope that Fuji will bring more optics with this design to the market in the future.
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RAW-Aufnahme mit dem XF 14mm, f/16 (entspr. f/22 KB), 1/640s, ISO 800, Dynamik Range DR100.
RAW-shot with the XF 14mm lens, f/16 (equiv. f/22 FF), 1/640s, ISO 800, Dynamic Range DR100.

Betrachten wir nun auf die optischen Qualitäten des XF 14 mm. Zum Vergleich dient wieder die EOS 5D Mark III. Da mir keine äquivalente Festbrennweite zur Verfügung steht, habe ich das Canon EF 16-35mm f/2.8 L II eingesetzt. Es hat als Zoom-Objektiv nominell einen schweren Stand gegen eine Festbrennweite zumal Canon Fans wissen, dass diese Linse am Vollformat vor allem in den Randbereichen eine eher mittelmäßige Performance bietet.

Let's now look at the optical qualities of the XF 14 mm. As a comparison the EOS 5D Mark III was used once more. Since I didn't have an equivalent prime lens I have used Canon's EF 16-35 mm f/2.8 L II zoom optics. Naturally, any zoom lens has a difficult stand against a prime. Even more so in this case, since Canon fans know the 16-35 mm offers a rather mediocre performance especially in the border areas of the frame.
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Grün = Bildmitte; Lila = erweiterte Bildmitte; Orange = Bildrand
Green = Center; Lila = Extended Center; Orange = Borders
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Über die optischen Qualitäten des Fuji XF 14 an der X-E1 braucht man nicht viele Worte zu verlieren: Das Objektiv ist schlicht hervorragend. Schon die Anfangsöffnung f/2,8 ist sehr gut brauchbar. Um eine Stufe abgeblendet wird das Bild ab f/4 knackscharf bis in die Ränder. Weiteres Abblenden verbessert die Situation kaum noch. Beugungsunschärfe tritt ab f/16 merkbar auf, wird aber erst bei f/22 wirklich sichtbar.

Auch hier zeigt die Vollformat-Kamera, was mit einem größeren Sensor möglich ist und liefert höhere Auflösung bei allen vergleichbaren Blenden. Ob man das wirklich noch braucht, ist eine ganz andere Frage.

The optical qualities of Fuji XF 14 on the X-E1 body need not many words: The lens is simply outstanding. Even the open aperture f/2.8 is very usable. Stopped down to f/4 the image is sharp over the whole frame right to the edges. Smaller apertures do not improve sharpness further. Diffraction blur occurs noticeably at f/16, but it only becomes really visible at f/22.

Here again, the full-frame camera shows what is possible with a larger sensor and provides higher resolution at all comparable apertures. Whether this is really needed is an entirely different question.
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RAW-Aufnahme mit dem XF 14mm, f/4,5 (entspr. f/7,1 KB), 1/350s, ISO 800, Dynamik Range DR100.
RAW-shot with the XF 14mm lens, f/4.5 (equiv. f/7.1 FF), 1/350s, ISO 800, Dynamic Range DR100.

Hier noch die Ergebnisse der chromatischen Aberrationen, die ebenfalls keinerlei Grund zur Klage geben und sogar niedriger ausfallen als beim Canon Vergleichsobjektiv:

Here are the results of the chromatic aberration tests, which also give no cause for complaint. They are even lower than on the Canon lens:
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Schlusswort
The Final Word
Man kann sich die Frage stellen, warum die X-E1 mit den diversen Optiken in diesen Tests zwar eine grundsolide Leistung abliefert, aber nicht als einsamer Überflieger gefeiert wird wie in manchen anderen Reviews. Der Grund dürfte darin liegen, dass hier RAW Dateien und nicht die von der Kamera produzierten JPEGs analysiert wurden.
Fujis Softwareabteilung hat offenbar ganze Arbeit geleistet und die X-E1 erzeugt hervorragende JPEGs. Aufschlussreicher ist aber der Vergleich der rohen Sensordaten, denn Auflösungsmessungen lassen sich durch die in JPEGs immer enthaltene Nachschärfung nahezu beliebig manipulieren. Nur RAW-Dateien zeigen die wirkliche Performance des optischen Systems unter vergleichbaren Bedingungen.

Es erweist sich, dass die X-E1 eine sehr gute Bildqualität bietet, aber letztlich auf einem Niveau mit anderen Top-APS-C-Kameras mit ähnlicher Sensorauflösung liegt. Das Auflösungsvermögen einer Vollformat Kamera erreicht die X-E1 auch mit den beiden getesteten Festbrennweiten nicht.

Zum gleichen Ergebnis kommt auch ein angesehenes deutsches Fotomagazin. Dort wurde die X-E1 auf Basis von JPEGs zunächst in den Himmel gelobt (ColorFoto, Ausgabe 1/2013, ab Seite 30), aber später beim Vergleich der RAW-Performance ein Rückzieher gemacht (ColorFoto, Ausgabe 3/2013, ab Seite 20).

Zur Performance der RAW-Software in Zusammenhang mit dem speziellen X-Trans Sensor bleibt festzuhalten, dass Fuji den Rechenalgorithmus nach eigener Aussage an alle interessierten Hersteller weitergegeben hat. Ich habe die vier aktuell verfügbaren RAW-Konverter untersucht (Lightroom, Capture One, Raw Photo Processor und RAW File Converter EX von SilkyPix) und dabei keine dramatischen Auflösungsunterschiede festgestellt. Daher ist die RAW-Software wohl nicht als Ursache für das sehr gute, aber eben nicht überragende Abschneiden der Kamera anzusehen.

Auch wenn ich Auflösungsmessungen aufschlussreich und spannend finde, so muss man doch feststellen, dass die Qualität aller hier getesteten Kameras und Objektive weit über dem für normale Anwendungen benötigten Niveau liegt. Die Auflösung ist allemal gut genug für großformatige Posterausdrucke und professionellen Einsatz in Hochglanz-Magazinen. Mehr werden nur Spezialisten und nur in seltenen Fällen benötigen.

Letztlich kommt es viel mehr darauf an, ob man sich mit einer Kamera wohl fühlt und gerne damit fotografiert. Ob es Spaß macht, sie zur Hand zu nehmen und ob man auch nach einer längeren Fotopause noch alle wichtigen Funktionen intuitiv bedienen kann.
Und gerade da punktet das Fuji X-System mit seinen Objektiven, vor allem mit dem tollen XF 14 mm und seinem mechanischen Fokus-Ring.
One can ask the question why the X-E1 with the various lenses delivers a rock-solid performance in my tests, but is not the celebrated stellar performer as in some other reviews. The reason might be that I was analyzing RAW files and not the JPEGs out of the camera.
Fuji's software department has obviously done a great job and the X-E1 produces excellent JPEGs. But a comparison of raw sensor data is more revealing, since resolution measurements can be manipulated by JPEG sharpening almost arbitrarily. Only RAW files show the real performance of the optical system under similar conditions.

It turns out the X-E1 provides a very good image quality, but ultimately, it is on a par with other top APS-C cameras of similar resolution. Even with the two excellent prime lenses the X-E1 does not reach the resolving power of a full frame camera.

A similar conclusion was found by the well-respected German foto magazine "ColorFoto". At first, the X-E1 was praised to heaven based on its JPEG performance (ColorFoto, issue 1/2013, page 30 ff.), but when analyzing raw performance later, the assessment was put into perspective (ColorFoto, issue 3/2013, page 20 ff.).
 
Regarding the performance of RAW software in connection with the special X-Trans sensor, it must be noted that Fuji has provided the algorithm to all interested manufacturers (at least Fuji representatives have said this several times). I have studied all four currently available RAW converters (Lightroom, Capture One, Raw Photo Processor and RAW File Converter EX SILKYPIX) and found no dramatic resolution differences. Therefore, the RAW software should not be regarded as the cause of the very good, but not stellar performance of Fuji's camera system.

I find resolution measurements revealing and exciting. But it is also obvious that the quality of all cameras and lenses tested here is well above the level needed for normal applications. The resolution is more than adequate for large prints, posters and professional use in glossy magazines. Only few specialists will require higher resolutions and even then only in rare cases.

Ultimately, it is much more a question of whether one has a comfortable feeling when using a camera and whether one likes taking pictures with it. Is it fun to pick up and handle? Can you still operate all important functions intuitively even after a longer pause?
And this is where Fuji's X-system really shines, especially with the great XF 14 mm lens and its mechanical focus ring.
[Update 28.02.2013] Adobe Lightroom 4.4
Adobe hat seine RAW-Software im Februar 2013 noch einmal überarbeitet und eine verbesserte Version für den X-Trans Sensor herausgebracht. Zum Vergleich habe ich einige der oben mit Capture One gemachten Auswertungen mit denselben RAW-Dateien in LR 4.4 wiederholt.
Bei den Auflösungsmessungen der Canon Kameras und Objektive zeigt sich eine ganz erstaunliche Übereinstimmung dieser beiden doch sehr unterschiedlichen Programme. Hingegen gewinnt die X-E1 mit dem neuen LR 4.4 deutlich an Auflösung und kommt näher an die EOS 5D Mark III heran.
[Update 2013-02-28] Adobe Lightroom 4.4
Adobe has updated its RAW software and released an improved version specifically for the X-Trans sensor in February of 2013. For comparison I have repeated some of the resolution calculations that were previously done with Capture One with the same RAW-files in LR 4.4.
There is a remarkable similarity between the results of these rather different programs for the Canon camera and lenses.
The X-E1 shows better resolution now with LR 4.4 and gets closer to the EOS 5D Mark III.
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Beispielbilder
Die folgenden Bilder stehen zum Download in Originalgröße mit geringer Kompression zur Verfügung. Alle Aufnahmen wurden im RAW-Format geschossen und mit Capture One 7.0.2 in JPG entwickelt. Einige Aufnahmeinformationen der Bilder werden als Tool-Tip angezeigt (einfach den Mauszeiger über dem Icon stehen lassen). Der Rest ist vollständig in den EXIF-Daten enthalten.
Sample Images
The following pictures are available for download in their original size with low compression. All images were shot in RAW format and developed in JPG with Capture One 7.0.2. Some of the technical image information is displayed as a tool tip (just leave the mouse pointer over an icon for a while). The rest is entirely included in the EXIF ​​data.
35 mm (app. 50 mm Full Frame)
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14 mm (app. 20mm Full Frame)
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