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Die Fuji X-E1 Systemkamera
The Fuji X-E1 Compact System Camera
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Ich fotografiere seit vielen Jahren mit digitalen Canon Vollformat Kameras. Anfangs mit einer EOS 5D, mittlerweile mit der Mark III. Nicht immer mag ich die schwere Ausrüstung herumschleppen und daher habe ich ein zweites, leichtes System. Das war bisher eine Lumix G1 von Panasonic, die ich Ende 2012 durch eine Fujifilm X-E1 mit dem Zoom Objektiv 18-55mm 1:2,8-4 ersetzt habe.

Mittlerweile bin ich begeistert von der Fuji. Weiter unten sind einige Fotos abgebildet, die das Potenzial der Kamera deutlich machen. Es gibt aber nicht nur Positives zu vermelden: Die X-E1 hat durchaus ihre Eigenheiten und auch davon will ich hier berichten.

Dabei habe ich nicht den Anspruch, einen umfassenden Testbericht abzuliefern. Dafür fehlen mir einerseits Zeit und Ausrüstung und andererseits kann man die Analysen von
dpreview.com sowieso nicht toppen. Vielmehr geht es mir um die Frage, wie gut sich die Fuji im Praxiseinsatz als Komplettpaket (Kamera mit Objektiv) schlägt, und zwar insbesondere im Vergleich mit einer "richtigen" DSLR.

Ich mache meine digitalen Aufnahmen übrigens schon immer im RAW Format und habe das auch bei der X-E1 beibehalten. Leider kennt meine bevorzugte RAW Software, Apple Aperture, die Fuji noch nicht. Aber mit Capture One (ab Version 7.0.2) steht eine mindestens gleichwertige Alternative zur Verfügung. Zum besseren Vergleich sind alle nachfolgenden Bilder, also auch die der Canon EOS 5D Mark III, mit Capture One entwickelt worden.

Since many years I am using digital full frame Canon cameras. Starting with the EOS 5D I have now switched to the Mark III. I am not always able or willing to carry the heavy equipment and for such cases I have a second, lighter system. That used to be a Panasonic Lumix G1, which I replaced by a Fuji X-E1 and the 18-55 mm 1:2.8-4 zoom lens at the end of 2012.

After several weeks with the Fuji I am still excited by the X-E1. Further down you will find a number of photographs that demonstrate the potential of this camera. But there are not only positive things to report: The X-E1 does have its quirks and I they will also be reported here.

I do not claim to deliver a profound and highly scientific review. Firstly, I do not have the time and equipment for such a review and secondly, no one can beat the analysis of dpreview.com anyway. I will rather report my impressions on how the Fuji X-E1 performs in practice as a package (camera plus zoom lens) compared to a "real" DSLR.

I am shooting all my digital images in RAW format and I kept this habit with the X-E1. Unfortunately my preferred RAW-converter, Apple Aperture, does not yet know the Fuji. But with Capture One (Version 7.0.2) there is a more than equivalent alternative available. For better comparison, all subsequent pictures including those of the Canon EOS 5D Mark III have been developed in Capture One.
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RAW-Aufnahme mit 39 mm Brennweite (entspr. 59 mm KB), f/11 (entspr. f/16 KB), 1/35s, ISO 200, Dynamik Range DR100.

Ausschnittvergrößerung von rund 14% des Originalbildes.

Spitzlichter und Schatten im RAW-Konverter angepasst.
RAW-shot at 39 mm focal length (equiv. to 59 mm full frame), f/11 (equiv. to f/16 full frame), 1/35s, ISO 200, Dynamik Range DR100.

Cropped from 14% of the original image.

Highlights and shadows optimized in RAW-software.

Positiv ist mir aufgefallen
Die Qualitätsanmutung der Kamera (Haptik, Mechanik) ist hoch. Das Retro-Design ist schick und gleichermaßen funktional. Auch das Objektiv (18-55mm, f/2,8-4) macht einen guten mechanischen Eindruck, der sich in den optischen Tests bestätigt.

Die Fuji X-E1 hat dedizierte Tasten und Wahlräder für alle wichtigen Funktionen und klar strukturierte Menüs. Die Einstellung der Blende erfolgt über einen sanft laufenden Metallring am Objektiv, die Einstellung der Belichtungszeit über ein Drehrad auf der Kamera. Beide Funktionen können unabhängig voneinander auf Automatik ("A") gestellt werden. Zur Belichtungskorrektur ist ein eigenes Wahlrad vorhanden, das man auch gut mit dem Daumen betätigen kann. Einfacher und direkter geht's wirklich nicht - da können sich viele Hersteller eine große Scheibe abschneiden.

Der elektronische OLED-Sucher zeigt ein klares, gut aufgelöstes Bild mit 786k (1024x768) Pixeln (*). Er erreicht damit fast schon die kleine HD Auflösung (HD-Ready: 1280x720 Pixel = 922k). Das Bild ist angenehm groß und auch für Brillenträger gut geeignet. Die Auflösung des 2,8" Monitors auf der Kamerarückseite ist mit rund 153k (480x320) Pixeln leider nicht besonders gut, aber einigermaßen ausreichend. Beim manuellen Fokussieren kann man das Sucherbild auf Tastendruck vergrößern. Das wird auch dringend gebraucht, wenn die Schärfe präzise sitzen soll, denn eine Peaking-Funktion gibt es nicht.

Die Bildqualität der X-E1 (Auflösung, Rauschverhalten, Verzeichnung, chromatische Abberationen) ist mit dem Zoom-Objektiv im ISO Bereich von 200 bis 800 außerordentlich hoch. Auch ISO 1600 liefert noch sehr gute Bilder. Erst bei ISO 3200 und 6400 lässt die Qualität etwas nach, aber auch diese Werte sind noch gut nutzbar.

Das Zoom-Objektiv ist bereits bei Offenblende sehr scharf und wird im Zentrum durch Abblenden kaum besser. Die Bildränder erreichen ab f/8 eine sehr gute Schärfe. Ab f/11 (entspr. f/16 bei KB) ist eine leichte Beugungsunschärfe sichtbar, aber auch f/16 (entspr. f/22 bei KB) ist noch nutzbar. Nur f/22 (enstpr. f/32 bei KB) sollte man vermeiden.

Der Kontrastumfang ist schon bei der Standard-Einstellung "Dynamik Range 100" (DR100) hoch. Er kann mit DR200 und DR400 noch einmal um eine bzw. zwei Blendenstufen erweitert werden, wobei geringfügig höheres Rauschen in den Schattenpartien auftritt. Diese Funktion arbeitet allerdings nur bei höheren ISO-Einstellungen, weil letztlich eine Unterbelichtung mit anschließender Aufhellung der Schatten durchgeführt wird. Der Effekt wirkt sich daher auch auf RAW-Dateien aus.

Trotz fehlendem Anti-Alias Filter sind auch bei kritischen Motiven (Hausdächer, Siemensstern etc.) kaum Moirés oder Farbschlieren erkennbar. Im direkten Vergleich sind die Bilder der Canon EOS 5D allerdings noch etwas sauberer.

Beim Andrücken des Auslösers (halbes Drücken zum Speichern von Schärfe und Belichtung) wird die Blende automatisch auf die Arbeitsblende geschlossen, so dass man die Schärfentiefe gut beurteilen kann. Anders als bei Spiegelreflexkameras wird das Bild dabei nicht abgedunkelt, sondern bleibt schön hell. Helligkeitsänderungen durch Belichtungskompensation (am Drehrad bis +/- 2 EV) werden im Sucher beim Andrücken des Auslösers ebenfalls dargestellt.


(*) Im englischen Pressetext von Fuji heißt es korrekt "2,360,000 dots". Im deutschen Pressetext wurde dies falsch mit "2,360,000 Pixel" übersetzt. In Wahrheit sind es natürlich nur 768 kPixel. Siehe dazu auch
diesen Bericht.

What I liked
The perceived quality of the camera (haptics, mechanics) is high. The retro look is chic and equally functional. Even the lens (18-55mm, f/2.8-4) makes a good mechanical impression and has performed very well in my optical tests.

The Fuji X-E1 has dedicated buttons and dials for all vital functions, and clear, simple structured menus. Setting of the aperture is performed via a smooth-running metal ring on the lens. Setting of the shutter speed is by a dial on the camera. Both functions can be set to automatic ("A") independent of each other. A separate dial is available for exposure compensation, which can be operated easily with the thumb. There really is no more simple and elegant way to operate a camera.

The electronic OLED viewfinder delivers a clear, well-resolved image with 786k (1024x768) pixels (*). It almost reaches the small HD resolution (HD-Ready: 1280x720 pixels = 922k). The viewfinder shows a large image suitable for eyeglass wearers. The resolution of the 2.8" backside monitor is considerably lower at around 153k (480x320) pixels, but still adequate. The image can be enlarged to aid manual focussing. This is a much needed function for precise setting of the focal point since peaking or other focus aids are not available.

Image quality (resolution, noise, distortion, chromatic aberrations) of the camera and the zoom lens is very good through an ISO range from 200 to 800. ISO 1600 also delivers good pictures. It is only at ISO 3200 and 6400 where the quality reduces somewhat, but these settings are still very usable.

The center sharpness of the lens is already high at its maximum aperture and gets just marginally better by stopping down. The corners reach a high sharpness at f/8. Diffraction blur becomes slightly visible at f/11 (equivalent to f/16 at full frame), but even f/16 (equivalent to f/22 at full frame) is usable. Only f/22 (equivalent to f/32 at full frame) should be avoided.

Already the standard-setting "Dynamic Range 100" (DR100) produces an amazing dynamic range in RAW files. It can be extended further with DR200 and DR400 by one or two stops with only slightly more noise in shadow areas. This function operates only at higher ISO settings, because it effectively carries out an under exposure by one, two or three stops respectively and then raises the shadows. This effect is also carried over into the RAW files.

Despite the absence of an anti-alias filter moiré and color streaks (iridescence) are hardly visible even in critical subjects (rooftops, Siemens Star, etc.). In direct comparison, however, the images of a Canon EOS 5D look cleaner than those of the X-E1.

When pressing the shutter button half way down to lock focus and exposure the shutter is automatically stopped down to the working aperture, which will let you see the depth of field nicely. Unlike SLR cameras the image is not darkening but still bright and good to look at. A manual exposure compensation (selected by a dedicated wheel between +/- 2 EV) is mirrored in the viewfinder as well.

(*) In the English press release Fuji speaks correctly of "2,360,000 dots". In the German press release this text was incorrectly translated as "2,360,000 pixels". In reality there are only 768 kPixels, of course. See also
this report.
RAW-Aufnahme mit 18 mm Brennweite (entspr. 27 mm KB), f/7 (entspr. f/11 KB), 1/75s, ISO 200, Belichtungskompensation -1 EV, Dynamik Range DR100.

Spitzlichter und Schatten im RAW-Konverter angepasst.
RAW-shot at 18 mm focal length (equiv. to 27 mm full frame), f/7 (equiv. to f/11 full frame), 1/75s, ISO 200, Exposure Compensation -1 EV, Dynamik Range DR100.

Highlights and shadows optimized in RAW-software.
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Nicht so gut gefällt mir
Bei angebauter Halb-Tasche hat man keinen Zugriff auf die USB Buchse. Der Zugang zur Chipkarte (neben der Batterie im Batteriefach) ist fummelig. Im Gegensatz zum Rest der Kamera macht der Deckel des Batteriefachs einen billigen Eindruck.

Die manuelle Fokussierung erfordert zu viel Drehen am Objektiv. Für den gesamten Fokussierweg von Unendlich bis zur Nahgrenze wird eine volle Umdrehung des Schärferings benötigt (*).

Die Darstellung der Schärfeebene und der Schärfentiefe bei manueller Fokussierung auf einer Meterskala im Sucher ist eine tolle Idee. Aber die Schärfentiefe wird zu knapp berechnet, so dass die Anzeige nur eingeschränkt nutzbar ist (*).

Das Zoom-Objektiv hat keinen Makro-Modus.

Wenn der Autofokus nicht scharf stellen kann, dann wird das nur unauffällig angezeigt (weißes Fokus-Rechteck im Sucher färbt sich nicht mehr grün). So kann es leicht passieren, dass unscharfe Aufnahmen entstehen.

Der AF ist auch mit der aktuellen Firmware recht langsam und kann keinesfalls mit dem Phasen-AF von guten DSLRs mithalten. Wenn der Autofokus allerdings die grüne Bestätigung gibt, dann sitzt die Schärfe auch einwandfrei. Bei Serienaufnahmen wird das Sucherbild eingefroren und zeigt nur noch Standbilder der jeweils letzten Aufnahme. Dadurch wird ein Mitziehen mit dem Motiv fast unmöglich und die Ausbeute an scharfen Aufnahmen tendiert gegen Null. Für schnelle Serienaufnahmen von sich bewegenden Zielen ist die X-E1 daher kaum geeignet, auch wenn die Bildrate hoch ist (6 Bilder pro Sekunde) und eine Serie von 9 RAW-Aufnahmen mit voller Geschwindigkeit geschossen werden kann.

Der Sucher zeigt bei schnellen Bewegungen Nachzieheffekte.

Der Videomodus ist nur eingeschränkt nutzbar. Das liegt zum einen am langsamen Autofokus und zum zweiten an den spartanischen Einstellmöglichkeiten. Während die manuelle Bedienbarkeit bei den Fotofunktionen der Kamera perfektioniert sind, ist der Videomodus ausschliesslich als Vollautomatik ausgelegt. Die Verschlusszeit wird automatisch eingestellt und kann nicht auf die Standardwerte 1/50s (oder 1/60s) festgesetzt werden. Tatsächlich wird die von der Automatik gewählte Zeit nicht einmal angezeigt und man kann auch nicht die Belichtung fixieren. Es steht nur eine Bildrate (24 fps) zur Verfügung und die Kodierung erfolgt immer mit 12,6 Mbps in H.264 und 4:2:0 Farbauflösung (*). Wenig überraschend klingen die beiden eingebauten Mikrofone ziemlich dünn. Bei Bedarf könnte man ein externes Mikro anschließen, denn eine passende Buchse ist vorhanden.
Ein Beispielvideo ist am Ende dieses Berichts in der Download-Sektion verfügbar.

Der reale ISO Wert ist erheblich niedriger als der angezeigte bzw. eingestellte Wert. Ich habe dazu einige Tests im Vergleich mit der Canon EOS 5D Mark III durchgeführt, deren Belichtungsmessung laut Aussage von dpreview.com besonders genau arbeitet. Stellt man an der X-E1 die gleiche Blende und den gleichen ISO-Wert ein, dann ermittelt die Kamera eine wesentlich längere Belichtungszeit als die Canon. Der Verlängerungsfaktor war bei mir im Mittel von vielen Tests 1,75 (mit Schwankungen von 1,62 bis 2,0), also 3/4 Belichtungsstufen (EV).
Dabei gibt es reproduzierbare Unterschiede zwischen den einzelnen ISO-Stufen. Die niedrigen Werte von ISO 200 bis 1600 sind im Mittel um 2/3 Belichtungsstufen (EV) zu schwach. Die beiden höchsten Werte (ISO 3200 und 6400) jedoch um eine volle Belichtungsstufe (EV).
Das bedeutet beispielsweise, dass die X-E1 bei Einstellung von ISO 200 nur mit einem echten ISO 125 arbeitet und bei Einstellung von ISO 6400 nur mit echten ISO 3200. Das sorgt bei Vergleichstests in Zeitschriften oder Webseiten natürlich für sehr gute Resultate beim Rauschverhalten. In der Realität ist das Rauschverhalten der X-E1 tatsächlich gut. Es ist aber nicht so phänomenal wie es scheint, weil die Fuji bei gleicher Szene (Blende, Belichtungszeit) immer einen viel höheren ISO Wert wählen muss als eine korrekt abgestimmte Kamera (*).

Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Belichtungsautomatik der X-E1 speziell bei ISO 3200 und ISO 6400 knapper (dunkler) belichtet als bei den kleineren ISO Werten, was möglicherweise auf das oben beschriebene Phänomen zurückzuführen ist. In Reihenaufnahmen waren zum Teil Unterschiede bis zu 1/3 Blende sichtbar. Diese Abdunkelung des Bildes maskiert das Rauschen bei hohen ISO Einstellungen zusätzlich.

Die automatische ISO-Einstellung wählt relativ lange Verschlusszeiten, z.B. 1/30 sec bei 85 mm äquivalenter KB Brennweite. Der Bildstabilisator des Objektivs arbeitet gut und wenn man sich Mühe gibt, dann kann man damit Bilder schießen, ohne zu verwackeln. Aber für viele Einsatzfälle sind die automatischen Zeiten zu lang. Anders formuliert: Die X-E1 wählt bei Auto-ISO tendenziell einen zu kleinen ISO-Wert (*).

Zusammengezählt ist das schon der dritte Trick, um das Rauschverhalten der Kamera besser aussehen zu lassen als es ist.

Automatische Belichtungsreihen funktionieren nur mit drei Aufnahmen und nur bis maximal +/- 1 EV. Diese Funktion ist daher für HDR leider ungeeignet (*).

Serienaufnahmen erhalten ihre Dateinamen nach einem anderen Schema als Einzelaufnahmen. Sie erscheinen deshalb im Dateiverzeichnis am Ende und nicht in der richtigen Reihenfolge der Aufnahmen (*).

Im Sucher und auf dem Display kann man sich ein Live-Histogramm einblenden lassen. Sobald man den Auslöser zur Schärfe- und Belichtungsspeicherung antippt, verschwindet das Histogramm aber aus unerfindlichen Gründen. Es wird auch später bei der Kontrolle des geschossenen Bildes nicht mehr dargestellt. Dazu muss man erst in den Wiedergabemodus wechseln (*).

[Update 2013-01-27] Es gibt mittlerweile einige RAW-Konverter, die mit den Bildern des X-Trans Sensors zurecht kommen. Aktuell sind dies Lightroom, Capture One, Raw Photo Processor RPP 64 und der RAW File Converter Ex von SilkyPix. Alle haben aber so ihre Problemchen. Die drei erstgenannten erzeugen hohe Auflösungen, gleichzeitig aber auch teils stark auffallende Moiré Artefakte (siehe
hier). Bei Capture One kann man ein Moiré Filter zuschalten, das diese Artefakte weitgehend entfernt. Das Filter erzeugt aber seinerseits an anderen Stellen wieder neue Bildfehler und daher sollte man es nur gezielt in kritischen Bereichen einsetzten, was einigen Aufwand macht.
SilkyPix scheint derzeit der einzige Konverter zu sein, der die Bilder der X-E1 gleich von Anfang an mit geringen Moiré Artefakten umwandelt (ganz davon frei ist auch SilkyPix nicht). Dafür erzeugt dieser Konverter aber auch die Bilder mit der geringsten Auflösung: Rund 10% weniger als Capture One und RPP bzw. sogar rund 20% weniger als Lightroom. Das ganze Theater wäre unnötig, hätte Fuji gleich einen anständigen Alias-Filter verbaut…

Die mit einem Stern (*) versehenen Kritikpunkte sind durch die Firmware bedingt (aktueller Stand zum Zeitpunkt des Tests: Gehäuse 1.01, Objektiv 1.0). Hier kann man auf Besserung hoffen, weil Fuji offenbar aktiv auf Anwenderwünsche eingeht. Für die Fuji XPro1 ist im Herbst 2012 bereits ein Firmware Update erschienen, das viele Anregungen umgesetzt hat.

What I didn't like
Access to the USB jack is not possible when the semi-bag is attached. Access to the chip card (located in the battery compartment) is fiddly. Unlike the rest of the camera the battery cover leaves a cheap impression.

Manual focussing requires too much turning of the lens barrel. A full rotation of the focus ring is required for the entire focusing from infinity to close-ups (*).

The focus point and depth of field are displayed in the viewfinder on a meter scale when focusing manually, which is a great idea. But the depth of field is so narrowly calculated that the scale is only of limited use (*).

The zoom lens does not have a macro mode.

Autofocus is rather slow even with the latest firmware and can not keep up with the phase AF of good DSLRs. If the autofocus locks on eventually, however, I always have found sharpness right on target. In continuous mode, the viewfinder freezes and shows a still image slideshow of the last pictures. It is almost impossible to follow a moving target and the yield of sharp images tends to zero. Therefore, the X-E1 is hardly suitable for fast continuous shooting of moving targets even though the frame rate is high (6 fps) and a sequence of 9 RAW files can be fired at full speed.

If autofocus can not lock on, a white focus rectangle is displayed in the viewfinder instead of a green one. This can easily be overseen and will result in blurry pictures.

The refresh rate of the viewfinder is slow. There is a lot of ghosting during fast motion.

The video mode is only of limited use. Autofocus is slow and uncertain. This camera is clearly optimized for full manual control during photo shooting but not in video mode. The shutter speed is always on automatic and can not be set to the correct values 1/50s or 1/60s. Actually the selected shutter speed is not even displayed and exposure can not be locked. There is only one frame rate (24 fps) and the H.264 encoder uses a fixed data rate of 12.6 Mbps and 4:2:0 color compression (*).
Not surprisingly, the two built-in mics sound pretty thin. You can connect an external microphone as a socket is available.
A demo video is available in the download section at the end of this report.

The true ISO value is considerably lower than the displayed value. I have performed some tests in comparison with the Canon EOS 5D Mark III, whose metering works particularly accurate according to
dpreview.com. When the X-E1 is set to the same aperture and ISO values, the camera determines a much longer exposure time than the Canon. The extension factor was in average 1.75 (with variations from 1.62 to 2.0), which is equal to three quarter exposure stops (EV).
There are reproducible differences between the various ISO levels. The lower values from ISO 200 to 1600 are too weak by about two third exposure levels (EV) on average. The two highest values ​​(ISO 3200 and 6400), however, deviate by one full exposure value (EV).
This means for example, that the X-E1 works with a real ISO 125 when set to ISO 200 and a real ISO 3200 when set to ISO 6400. This will provide for very good noise performance results in comparative tests in magazines or websites. In reality, however, the noise performance of the X-E1 is actually good but not as phenomenal as it seems. The Fuji always has to select almost double the ISO value compared to properly tuned cameras for a given scene, aperture and shutter speed (*).

In addition, I noticed specifically at ISO 3200 and 6400 that the automatic exposure of the X-E1 reduces image brightness by about 1/3rd stop compared to the smaller ISO values.​​ This may be the result of the previously mentioned phenomenon. Due to the darkening of the image noise is partially masked at high ISO settings.

The Auto-ISO function selects relatively slow shutter speeds, for example 1/30 sec at 85 mm equivalent focal length. As the image stabilizer works well you can still take sharp pictures with this setting when holding the camera with care. But for many applications the Auto-ISO shutter speeds are simply too long. In oder words: The X-E1 has the tendency to select a very low ISO setting in Auto-ISO (*).
Overall, this is already the third trick to make the noise performance of the camera look better than it actually is.

The auto bracketing function allows only three shots and only up to +/- 1 EV. Therefore, auto bracketing can not be used to produce a set of HDR shots (*).

Continuous shots are named differently than single shot files. Hence they always appear out of order at the end of the file directory (*).

A live histogram can be displayed in the viewfinder and on the monitor. However, once the shutter button is half way pressed, the histogram disappears inexplicably. It is also not shown later during the review of the captured shot. To review the histogram of the recent picture, playback mode has to be entered manually (*).

[Update 2013-01-27] There are several RAW converter available that can handle the images of the X-Trans sensor. Currently, these are Lightroom, Capture One, Raw Photo Processor RPP 64 and RAW File Converter Ex by SilkyPix. But all have their quirks. The first three produce high resolutions, but also some strong moire artifacts (see
here). Capture One has an optional Moiré filter that removes these artifacts largely. But the filter produces new artifacts in other places. It should therefore be restricted to a local adjustment layer, which is possible but requires some effort.
SilkyPix currently seems to be the only converter that produces images with little or none moiré artifacts out of the box (even SilkyPix images are not always free of artifacts). On the other hand, this converter also creates the images with the lowest resolution: around 10% less than Capture One and RPP and even 20% less than Lightroom. The whole theater was unnecessary, had Fuji built a decent aliasing filter into the camera right from the start ...

All critical points that are marked with an asterisk (*) are firmware related issues. At the time of writing the current firmware was 1.01 for the camera body and 1.0 for the lens. There is hope for improvement as Fuji has been actively responding to user requests in the past. The Fuji XPro1 has already seen a major firmware upgrade in autumn 2012 implementing many requested features.
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